Was ist Verblistern?

Verblistern meint das Abfüllen von Produkten in eine Blisterpackung. Anwendung findet das Verblistern in der Pharmaindustrie, wo Medikamente, Arzneien und andere Präparate patientengerecht verpackt werden. Ursprünglich ist die Blisterpackung dazu gedacht, dem Kunden durch das Verpackungsmaterial hindurch den Blick auf die Ware zu ermöglichen. Die Blisterpackungen im Gesundheitswesen, die auch Durchdrückpackungen genannt werden, erfüllen dieses Kriterium nicht zwingend, da hierbei nicht der optische Eindruck des Produkts über das Kauf- und Konsumverhalten entscheidet, sondern die Notwendigkeit des zu erreichenden Heilungsprozesses.

Welche Vor- und Nachteile haben Blisterpackungen?
Der Vorteil von Blisterpackungen liegt zweifelsfrei in der Hygiene, denn Feuchtigkeit, Schmutz und andere negativen Störeinflüsse können vom Medikament ferngehalten werden, was für die Sterilität des Produktes garantiert. Auch lassen sich je nach Packung Dosierungsmengen abtrennen und steril verpackt transportieren, ohne gleich die gesamte Verpackung verstauen zu müssen.

Allerdings kommt es bei der industriellen Verblisterung häufig vor, dass die verblisterte Tablettenmenge nicht den individuellen Einnahmebedürfnissen des einzelnen Patienten entspricht. Zum Problem wird es dort, wo viele Patienten zusammenkommen, deren Einnahmedosen individuell abgestimmt werden müssen, wie es in Pflegeheimen oder Krankenhäusern der Fall ist. Das Herausnehmen einzelner Tabletten aus den Blisterpackungen nimmt viel Zeit in Anspruch. Die Folge ist, dass das Pflegepersonal viel Zeit für die Medikation benötigt, wodurch die Pflege auf Dauer vernachlässigt wird.

Die ultimative Lösung: Effizienteres Verblistern durch patientenindividuelle Verblisterung

Die patientenindividuelle Verblisterung würde dazu beitragen, die Arbeitskapazitäten des Pflegepersonals wieder auf die Patientenpflege zu konzentrieren. Aber auch Apotheken könnten mit dieser Art des Verpackens einen besonderen Service anbieten und sich somit ein hohes Maß an Konkurrenzfähigkeit sichern. Absolut notwendig ist hierbei die reibungslose Abstimmung zwischen dem Verblisterer und den entsprechenden Ärzten, Apotheken, Pflegeheimen, Krankenhäusern und Stationen, ggf. auch mit einzelnen Patienten. Hierzu wäre der Einsatz einer speziellen Software nicht nur denkbar, sondern äußerst vorteilhaft. Die Effizienz der patientenindividuellen Verblisterung kann für jede Einrichtung bereits im Vorfeld auf Kostenersparnis, Prozessoptimierung, Arzneimittelsicherheit und Wettbewerbsvorteil klar definiert werden. Durch einschlägige Personalschulungen wird dann im letzten Schritt der Grundstein für eine erfolgreiche Umsetzung gelegt.